#3 BECKENRANDBEICHTE - Das Seepferdchen – und warum es eigentlich um viel mehr geht
Shownotes
3 BECKENRANDBEICHTE - Das Seepferdchen – und warum es eigentlich um viel mehr geht
Das Seepferdchen ist nicht das Ziel
Was, wenn ein kleines Abzeichen plötzlich viel größer wird, als es eigentlich sein sollte?
In dieser Folge von „Die Beckenrand-Beichte“ erzählt Vanessa Wollny von einem Kind, das schon in der zweiten Schwimmstunde wissen möchte: „Wann bekomme ich mein Seepferdchen?“ Was zunächst harmlos klingt, wird schnell zu einer Geschichte über Leistungsdruck, Erwartungen und die Frage: Bin ich gut genug?
Vanessa erzählt, warum sie früher das Seepferdchen als Motivation angekündigt hat und weshalb sie heute bewusst darauf verzichtet, daraus eine Prüfungssituation zu machen. Denn Kinder sollen nicht ständig beweisen müssen, was sie können, sie sollen Vertrauen in sich selbst entwickeln und Freude am Schwimmen haben.
Und eigentlich ist es bei uns Erwachsenen gar nicht so anders. Auch wir haben unsere ganz eigenen „Seepferdchen“: Beförderung, Traumjob, mehr Geld oder das nächste große Ziel.
Eine Folge über Leistungsdruck, Selbstvertrauen und die Erkenntnis, dass wir nicht erst am Ziel stolz auf uns sein müssen. Denn manchmal ist der Weg dorthin das eigentliche Seepferdchen.
Transkript anzeigen
00:00:12: Herzlich willkommen bei die Beckenrückweichte.
00:00:14: Ich bin Vanessa Wollny, Schwimmlehrerin aus Leidenschaft aber auch Zuhörerin, Motivatorin, Train-Trocknerin, Seefettchenverteilerin und manchmal sogar unfreiwillige Therapeuten am Beckenrand.
00:00:32: Denn wer glaubt beim Schwimmen lernen ginge es nur um Armzüge Der wird überrascht sein, welche Geschichten am Beckenrand entstehen.
00:00:43: Hier trifft Mut auf Angst, Ehrgeiz auf Bauchklatschen und Eltern auf ihre ganz persönliche Geduldsprobe.
00:00:53: In jeder Folge bringe ich euch eine echte Beckenranteweichte mit Eine Geschichte aus meinem Alltag die genauso passiert ist Mal lustig mal verrückt mal berührend Aber immer mit einer Erkenntnis im Gepäck.
00:01:09: Und genau von dort springen wir gemeinsam ins Thema der Folge.
00:01:14: Manchmal bin ich alleine am Mikro, manchmal hole ich mir spannende Gäste dazu aber immer geht es um Menschen ihre Geschichten und die Frage was wir daraus für unser eigenes Leben mitnehmen können.
00:01:31: also schnappt ihr dein Handtuch setzt dich zu uns an den Beckenrand Tauch mit einen ehrlichen Gesprächen, spannende Perspektiven und Geschichten die oft weit über das Schwimmbecken hinausgehen.
00:01:45: Schön dass du dabei bist!
00:01:47: Willkommen bei Die Beckenrand-Beichte.
00:01:49: – Geschichten vom Beckenrant mitten aus dem Leben.
00:02:05: Jede Geschichte beginnt irgendwo.
00:02:08: Meine beginnen meistens am Beckenrant.
00:02:11: Ich freue mich, dass Du heute wieder den Weg zu mir an den Becken rand gefunden hast Und heute starte ich direkt mit meiner Beckenrandbeichte, denn ich glaube dass in meinen Anfängen damals auch mit dafür gesorgt habe das Kinder Angst vor dem Seefettchen bekommen haben.
00:02:31: Natürlich nicht absichtlich!
00:02:34: Aber ich habe einen Fehler gemacht den wahrscheinlich viele Erwachsene machen und genau darüber möchte ich heute sprechen.
00:02:43: Es geht nämlich um einen kleinen Stoff auf näher mit einem Seefettchen drauf.
00:02:49: Und darum, dass dieses kleine Abzeichen manchmal viel größer wird als es eigentlich sein sollte.
00:02:58: Stell dir einmal folgende Situation vor... Die zweite Stunde eines neuen Schwimmkurses war gerade zu Ende gegangen und ich wollte jetzt nur noch die Kinder zu den Eltern in die Umkleide bringen.
00:03:12: Und dann steht plötzlich eins der Kinder vor mir, schaut mich an und sagt.
00:03:17: Wann bekomme ich denn jetzt eigentlich mein Seepferdchen?
00:03:21: Ich sehr irritiert dachte vielleicht sprechen wir mal in Woche acht oder neun darüber aber das Kind hatte anscheinend ein etwas sportlicheren Zeitbladen.
00:03:37: Ja!
00:03:38: Ich habe mich auch insgeheim gefragt ob es dem kind wirklich um das Sehpferdchen geht oder ob es vielleicht was ganz anderes wissen möchte.
00:03:49: So etwas wie, bin ich gut genug?
00:03:54: Ja und an dieser Frage macht mich traurig dass sich ein Kind so eine Frage überhaupt stellt.
00:04:06: Ich finde ein sechsjähriges Kind sollte in einem Schwimmkurs ganz andere Dinge im Kopf haben zum Beispiel sowas wie Kann ich heute etwas ausprobieren, was ich mich bisher noch nicht getraut habe?
00:04:22: Oder traue ich mich vielleicht heute ein bisschen mehr als beim letzten Mal.
00:04:28: Oder vielleicht auch einfach nur kann ich heute mit den anderen Kindern Spaß haben?
00:04:34: Ja!
00:04:36: Aber diese Frage nach dem bin ich gut genug finde ich hat dort gar keinen Platz oder sollte dort gar kein Platz haben?
00:04:45: Ja, naja.
00:04:46: Aber früher habe ich bei so einer Frage dann geantwortet, ja das können wir nächste Woche gerne mal ausprobieren.
00:04:55: und in der Schwimmstunde in der nächsten Woche ging plötzlich gar nichts mehr.
00:05:01: Das Kind konnte kein Meter mehr schwimmen Und wollte plötzlich wieder einen Schwimmgüttel.
00:05:08: Letzte Woche ist es noch ganz alleine durchs ganze Becken geschwommen und diese Woche Ja, da war der Weg schon bis zur ersten Treppenstufe eine Herausforderung.
00:05:23: Das Kind holte und hatte Bauchschmerzen und wollte nicht mehr zurück ins Wasser.
00:05:29: Aus einem fröhlichen Kind wurde innerhalb einer Woche ein Kind das nur noch Angst hatte und sich nichts mehr zutraute.
00:05:39: Wir saßen nebeneinander am Beckenrand.
00:05:41: ich schaute das Kind an was zum Geier in dieser einen Woche passiert ist.
00:05:49: Ich dachte an die vergangene Woche zurück, da schwamm das Kind noch freudestrahlend ohne Gürtel, die fünfundzwanzig Meter, ohne Pause ... Es sprang rein, es tauchte und fühlte sich einfach nur wohl!
00:06:06: Es hatte Spaß und wenn man ehrlich isst ja... Das Abzeichen eigentlich auch schon in der Tasche.
00:06:15: Aber plötzlich stand ein völlig anderes Kind vor mir und mir wurde klar, es geht gar nicht nur um das Sehpferdchen.
00:06:30: Nicht dass Abzeichen verändert das Kind sondern das was wir Erwachsene daraus machen.
00:06:37: Und genau an diesem Punkt konnte ich oder durfte Ich als Schwimmlehrerin auch mal wieder etwas lernen.
00:06:46: Früher habe ich das Sehpferdchen tatsächlich angekündigt.
00:06:50: Ich dachte, dass motiviert die Kinder.
00:06:52: Ich war da fest von überzeugt sogar.
00:06:56: Aber schnell merkte ich, dass diese Ankündigung der Sehfertchenprüfung im Grunde für die Kinder einen großen Unterschied macht.
00:07:10: Denn plötzlich wird aus einer normalen Schwimmstunde eine Prüfungssituation.
00:07:17: Und das war mir eine echte Lehre, denn seitdem mache ich es immer anders.
00:07:25: Bei mir gibt es gar keine klassische Prüfungssituation mehr.
00:07:31: Wenn ich merke dass ein Kind die Anforderungen für das Sehfertchen erfüllt dann machen wir das Abzeichen einfach ganz nebenbei.
00:07:43: Meine Stunden, die sehen im Schwimmkurs ab der Kursmitte oft erstaunlich ähnlich aus.
00:07:52: Und nicht weil mir Ideen ausgehen, sondern weil Wiederholung Sicherheit schafft.
00:08:00: Ich finde Kinder müssen nicht ständig beweisen was sie können.
00:08:06: ich finde Sie müssen die Möglichkeit bekommen es immer wieder zu erleben.
00:08:13: Ich möchte nicht dass ein Kind denkt oh heute muss ich unbedingt bestehen Sondern sie sollten spüren Ich kann schwimmen.
00:08:26: Und diese ständige Wiederholung der Sehpferdchen-Aufgaben hat natürlich einen großen Vorteil, denn die Kinder merken oft gar nicht dass sie die Prüfungen eigentlich schon längst schwimmen.
00:08:41: Ja ganz unbemerkt werden Sie im Grunde darauf vorbereitet.
00:08:45: Am Anfang natürlich Mitschwimmhilfe vielleicht mit Schwimmgürtel, mit Schwimmnudel wie auch immer.
00:08:54: Und in der letzten oder vorletzten Stunde, eben so wie es halt gerade so passt ist dann eine Kleinigkeit anders.
00:09:08: Das Kind trägt keine Schwimmhilfe mehr und ganz selbstverständlich springt das Kind ins Wasser taucht und schwimmt seine Bahn.
00:09:23: Am Ende der Stunde kann ich nur noch sagen Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade deinen Seefettchen geschafft.
00:09:31: Und ja, lustigerweise schauen mich die Kinder dann immer ganz irritiert an und sagen, hä?
00:09:39: Wird's?
00:09:40: Das war es schon!
00:09:43: Ja genau das ist eigentlich einer der schönsten Momente für mich weil sie im Grunde gar keine Zeit hatten sich selbst unter Druck zu setzen.
00:09:56: Manchmal ist es so, dass mich im Laufe des Kurses die Eltern in der Umkleide zum Beispiel fragen ob wir in der letzten Stunde die Sehpferdchenprüfung machen.
00:10:08: Und ich muss sagen, ich bin dann immer sehr zurückhaltend!
00:10:12: Ich bete eigentlich innerlich immer darum, dass die Eltern mir diese Frage gar nicht stellen.
00:10:22: Ich versuche solche Gespräche möglichst nicht vor den Kindern zu führen sondern lieber den Eltern meinen Vorgehen zu erklären, wenn die Kinderohren gerade nicht mithören.
00:10:34: Klappt manchmal, klappt manchmal nicht so gut?
00:10:39: Wenn ich gar nicht die Chance dazu bekomme dann versuche ich manchmal einfach nur mit einem Lächeln zu antworten und sage lassen sie sich überraschen!
00:10:52: Und ja das tue ich nicht weil ich besonders geheimnisvoll wirken möchte sondern weil ich den Kindern die Chance geben möchte, einfach schwimmen zu dürfen.
00:11:05: Ohne das Gefühl ja heute muss sich unbedingt bestehen.
00:11:11: Viele Eltern meinen das natürlich nur unglaublich gut.
00:11:17: sie wollen motivieren.
00:11:19: ging mir auch so.
00:11:20: und dann sagen manchmal die Eltern so Sätze wie Deine Geschwister, der beste Kumpel und die beste Freundin haben auch schon ihr Sehpferdchen.
00:11:31: Oder vielleicht hat der Papa angekündigt Wenn du heute das Sehfertchen schaffst dann bekommst du ein besonderes Geschenk.
00:11:40: oder vielleicht fragen Oma & Opa jede Woche Vielleicht wird es auch in der Kita besprochen oder in der Schule.
00:11:50: Und plötzlich interessiert sich das halbe Umfeld dafür Wann endlich das Sehpferdchen klappt.
00:12:00: Gefühlt wartet irgendwann der ganze Familie WhatsApp Chat nur noch auf das Foto mit dem Sehfärtchen.
00:12:09: Oma fragt, Papa fragt die Geschwister fragen vielleicht... Vielleicht fragt sogar die Nachbarin ja manchmal fehlt eigentlich nur noch der Nachbars Hund, der fragt und wann ist es denn jetzt endlich soweit?
00:12:27: Und Ganz plötzlich trägt ein sechsjähriges Kind Erwartung von zehn Erwachsenen.
00:12:36: Aber das war natürlich nie die Absicht der Erwachsenden, denn sie wollten nur motivieren!
00:12:43: Sie wollten nur helfen und sie wollten im Grunde ja ihr Interesse zeigen und Anteil nehmen.
00:12:56: wenn ich so zurückdenke, ich kenne wirklich nur ganz wenig Eltern die ihre Kinder absichtlich unter Druck gesetzt haben.
00:13:07: Aber weil Eltern sich eben oder Angehörige sich mit freuen wollen, Anteil nehmen wollen passiert dieses Unterdruck setzen manchmal unbemerkt.
00:13:21: Ich habe das Gefühl dass Kinder manchmal gar nicht mehr hören.
00:13:27: Wir freuen uns mit dir, sondern vielleicht wirklich nur noch hören.
00:13:33: heute musst du unbedingt bestehen.
00:13:38: und da Kinder ihre Eltern sowieso einfach nur stolz machen wollen ja passiert das eben automatisch oder ganz unbewusst und unbemerkt.
00:13:54: Und in dem Zuge denke ich oft darüber nach ob wir unsere Fragen vielleicht einfach verändern könnten.
00:14:02: Vielleicht fragen wir einfach nicht mehr, na hast du heute dein Sehpferdchen geschafft?
00:14:09: Sondern vielleicht könnten wir stattdessen besser fragen was hat heute Spaß gemacht?
00:14:15: oder was hast Du heute ausprobiert?
00:14:19: Oder vielleicht können wir fragen gab es etwas dass du dich heute zum allerersten mal getraut hast?
00:14:26: Denn vielleicht erzählen die Kinder dann nicht mehr nur noch von diesem Abzeichen, sondern von ihrem Weg dorthin.
00:14:35: Ja ich hatte tatsächlich schon oft Kinder, die zu jeder Stunde also zu jedem Kurs, also Kursstunde als allererstes gefragt haben.
00:14:50: heute mache ich aber doch mein Sehfertchen oder und da war mir natürlich klar dass dieses Abzeichen die Kinder schon auch zu Hause begleitet.
00:15:06: Aber das Seefertchen ist im Grunde ja kein Pokal, es ist nur ein Zwischenstopp.
00:15:15: viel wichtiger sind ganz andere Dinge zum Beispiel Vertrauen in sich selbst Die Sicherheit und die Freude am Wasser.
00:15:28: Genau darauf baut später alles andere auf.
00:15:34: Und vielleicht dürfen wir den Blick manchmal ein wenig verändern?
00:15:39: Vielleicht ist dein Kind das lachend ins Wasser springt, heute schon genauso erfolgreich wie ein Kind mit Sehpferdchen?
00:15:51: Denn selbstvertrauen kann man ja nicht auf einen Stoffaufnäher nähen!
00:15:58: Vielleicht können Eltern und Die Familie auch schon darauf stolz sein, dass sich das Kind im Kurse wohl fühlt.
00:16:07: Spaß hat eine gute Zeit mit den anderen Kindern verbringt und die Zeit nutzt um sich auszuprobieren und sich und seine Fähigkeiten kennen zu lernen.
00:16:21: Wenn ein Kind Freude im Wasser hat dann geht das Schwimmenlernen oft von ganz alleine oder zumindest viel einfacher Denn genau diese Freude ist am Ende der beste Schwimmlehrer.
00:16:40: Und ja, wenn wir ehrlich sind beginnt das eigentliche Lernen nach dem Seeferdchen sowieso erst so richtig.
00:16:51: Das Seeferdin ist schließlich nicht das Abitur des Schwimmens es ist eher der Führerschein für das weitere Lernen.
00:17:02: Wer nach dem Seferdin aufhört schwimmen zu gehen oder schwimmen, zu üben.
00:17:09: Der hat natürlich ein Sehpferdchen oder einen Abzeichen aber noch längst keine Sicherheit im Wasser.
00:17:16: und das musste ich in den vergangenen Jahren viel zu oft erleben.
00:17:23: Und wenn ich an uns Erwachsene denke dann ist es manchmal gar nicht so anders.
00:17:31: Nur bei uns heißt es vielleicht nicht Sehfärdchen Bei uns heisst es vielleicht Beförderung oder Traumjob, eigenes Haus mehr Geld das perfekte Gewicht.
00:17:46: Oder vielleicht auch endlich einfach nur genug Zeit.
00:17:51: und ganz oft sagen wir uns wenn ich das erst erreicht habe dann bin ich zufrieden.
00:18:00: aber was wenn das nächste Ziel erreicht ist?
00:18:05: Dann wartet nämlich meistens schon das nächste Seefädchen auf uns Und irgendwann merken wir, dass er ist und damit auch unser Glücklichsein wandert einfach immer weiter nach hinten.
00:18:22: Natürlich logischerweise ertappe ich mich übrigens auch immer wieder selbst dabei.
00:18:28: Manchmal denke ich, wenn erst das nächste Kind schwimmen kann oder wenn erstes nächstes Projekt geschafft Und manchmal merke ich dann abends, dass ich mich über zehn Dinge hätte freuen können.
00:18:45: Die ich geschafft habe und trotzdem hab' ich dann schon wieder an das Elfte gedacht was noch fehlt.
00:18:57: Ja da bin ich auch nicht besser als die Kinder.
00:19:05: Kaum haben wir ein Ziel erreicht suchen wir im Grunde schon das nächste Und dabei vergessen wir auch immer wieder den Weg.
00:19:16: Ja, das Leben findet nicht zwischen zwei Zielen statt sondern auf dem Weg dorthin.
00:19:26: Vielleicht ist auch das genau damit gemeint wenn wir sagen der Weg ist das Ziel und jeder kleine Schritt bringt uns etwas näher zu uns selbst.
00:19:38: und vielleicht ist auch genau das die eigentliche Sehpferdchen-Lektion.
00:19:43: Wir müssen nicht erst am Ziel stolz auf uns sein.
00:19:47: Wir dürfen es auch schon unterwegs sein, vielleicht für den ersten kleinen Schritt, für das erste Mal dass wir uns etwas getraut haben, vielleicht auch für den Moment in dem wir fast aufgegeben hätten und trotzdem weitergemacht haben.
00:20:05: Vielleicht müssen wir auch nicht immer fragen wann bin ich endlich angekommen?
00:20:15: dürfen wir uns manchmal einfach umdrehen und feststellen, wow!
00:20:19: Ich bin schon ganz schön weit gekommen.
00:20:24: Ja vielleicht brauchen wir Erwachsene manchmal auch ein bisschen mehr Sehpferdchen-Mentalität.
00:20:35: Vielleicht müssen wir nicht immer alles können.
00:20:39: Vielleicht müssten wir nicht perfekt sein und nicht ständig beweisen dass wir gut genug sind sondern vielleicht einfach nur ins Wasser springen, ausprobieren, loslassen und darauf vertrauen dass wir schon schwimmen lernen werden.
00:20:58: Ja beim Schwimmen Lernen ist das ganz ähnlich!
00:21:01: Das Ziel heißt vielleicht erst mal Sehpferdchen aber die eigentlichen Erinnerungen entstehen unterwegs Beim ersten Sprung, beim ersten Mal tauchen, beim ersten Meter ohne Hilfe beim ersten mal, wenn plötzlich etwas funktioniert.
00:21:23: Dass wir vorher noch unmöglich gedacht haben und genau dort wächst Selbstvertrauen.
00:21:34: Ja vielleicht ist das schönste am Seepferdchen manchmal gar nicht das Abzeichen Sondern der Moment in dem ein Kind merkt Ich kann etwas von dem ich vor ein paar Wochen noch überzeugt war dass ich es niemals schaffen würde.
00:21:56: Ja, denn dann hat es vielleicht etwas viel Wertvolleres gelernt als Schwimmen.
00:22:03: Es hat Vertrauen gewonnen in sich selbst und in seine Fähigkeiten.
00:22:12: Und ja ehrlich gesagt genau das ist für mich das eigentliche Sehpferdchen.
00:22:20: Nicht der Stoff auf näher macht einen Kind stark sondern das Vertrauen das auf dem Weg dorthin entstanden ist.
00:22:31: Und deswegen darf es meiner Meinung nach auch manchmal gerne etwas länger dauern.
00:22:38: Ich mag es nicht so sehr, wenn das Sehpferdchen so hoppla-hop ganz schnell nebenbei entsteht oder geschafft wird.
00:22:52: Ein bisschen länger dauert, darf es bei mir immer gerne.
00:22:57: Am Ende erinnern wir uns wahrscheinlich nämlich nicht an den Moment, in dem wir einen Abzeichen bekommen haben.
00:23:06: Sondern an den momenten, in denen wir zum ersten mal an uns selbst geglaubt haben.
00:23:15: und genau dieses Abzeichern trägt man nicht auf der Brust sondern ein Leben lang im Herzen.
00:23:23: Jede Geschichte beginnt irgendwo.
00:23:26: meine beginnen meistens am Beckenrand.
00:23:44: Das war sie, die heutige Beckenrandweichtung.
00:23:47: Vielen Dank dass du dir heute Zeit für meine Geschichte genommen hast!
00:23:52: Vielleicht hat sie dich ein bisschen zum Schmunzeln gebracht vielleicht aber auch zum Nachdenken und vielleicht hast du festgestellt das wir alle unsere ganz eigenen Becken randbeichten haben Auch wenn Sie nicht immer am Schwimmbecken beginnen.
00:24:10: Wenn dir die Folge gefallen hat freue ich mich, wenn du den Podcast abonnierst und ihn vielleicht mit Menschen teilst die diese Geschichten ebenfalls hören sollten.
00:24:22: Und wenn du mir eine Bewertung darlässt hilfst du dabei das noch mehr Menschen den Weg an unseren Beckenrand finden!
00:24:31: Ich freue mich schon darauf dich in der nächsten Folge wieder am Beckenrad zu begrüßen.
00:24:36: bis dahin alles Gute und pass auf Dich auf Bis zur nächsten Becken rand beichte.
00:24:41: jede Geschichte beginnt Irgendwo, meine beginnen meistens am Beckenrand.
Neuer Kommentar